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Sichere Chirurgie

Informationen für Patienten

Die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Die  Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ist eine noch recht junge Spezialdisziplin, die sich aus den Erfahrungen mit schweren Schussverletzungen des Gesichtsschädels in den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts entwickelte.  Damals erkannten Chirurgen und Zahnärzte, dass sie das Wissen des jeweils anderen Fachgebietes für die komplexen Rekonstruktionen des Gesichtsschädels und die Wiederherstellung von Kau-, Sprech-, Schluck- und Atemfunktionen schwerverletzter Patienten benötigten. Die moderne Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ist ein sehr anspruchsvolles Fachgebiet, das durch rapide Fortschritte in der Hochtechnologie (3D- und 4D-Bildgebung, Navigation, Tissue Engineering, …) zunehmend neue Behandlungsmöglichkeiten im Kopf-Hals-Bereich eröffnet.

Für die Berufsqualifikation zum Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie FMH wird in der Schweiz, wie in vielen anderen europäischen Ländern, die Doppelapprobation in Human- und Zahnmedizin verlangt. Das Basisexamen Chirurgie sollte vor Beginn der Weiterbildung absolviert werden. In der Regel dauert die gesamte Ausbildung bis zum Facharzt ca. 15 Jahre (9 Jahre Human- und Zahnmedizinstudium, 2 Jahre Chirurgie/Anästhesie/Intensivmedizin, 4 Jahre MKG-Chirurgie Weiterbildungszeit).

Die  Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ist eine vorwiegend chirurgische Fachdisziplin und umfasst die Traumatologie, die Tumorchirurgie, die Behandlung von angeborenen und erworbenen Fehlbildungen des Gesichtsschädels, die Therapie von Kieferfehlstellungen und Kiefergelenkerkrankungen, Infektionen im Kiefer- und Gesichtsbereich, die Aesthetische Gesichtschirurgie , die Präprothetische Chirurgie und oralchirurgische Eingriffe sowie die Implantologie.

Durch die enge Nachbarschaft der Organsysteme des Kopf-Hals-Bereiches, welche bei Erkrankungen und Verletzungen oft kombiniert betroffen sind, ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit ein wesentliches Element unseres Fachgebiets und verlangt eine integrative Arbeitsweise, deren Ausübung eine hohe Sozialkompetenz erfordert.