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Sichere Chirurgie
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Das Arzthonorar bei UV/IV/MV

Die bisherigen Honorarverträge wurden von der MTK – mit Ausnahme des SSO-Vertrags – auf 30.06.2012 gekündigt und durch DRG ersetzt. Die Arzthonorierung im stationären Bereich soll durch Verträge zwischen Ärzten und Spitälern geregelt werden.

Für die Spitäler bringt der Wechsel von der bisherigen Tagespauschale auf den vollen DRG einen Mehrumsatz von ca. 35%. Damit gilt es einerseits den Monatslohn der angestellten Ärzte oder andererseits den Akkord-Lohn, d.h. das Honorar des Belegarztes zu bezahlen. Lohn und Honorar sind auch bei UV/IV/MV nicht im DRG festgelegt und im Einzelfall vom DRG unabhängig. Im Vergleich zum DRG kann der Arztanteil niedrig oder hoch sein, im Einzelfall jedoch unabhängig vom Durchschnitt von ca. 23% Anteil Arztlöhne und zusätzlich 7% – 15% Praxiskostenabgeltung für Belegärzte.

Diese Zahlen stammen aus Deutschland und resultieren aus der Differenz zwischen dem die Arztlöhne enthaltenden DRG für öffentliche Spitäler gegenüber dem die Arztlöhne nicht enthaltenden DRG für Belegarztspitäler, wo die Belegärzte ihr Honorar nach einem Einzelleistungstarif abrechnen.

Diese statistischen Durchschnittswerte von 23% für den Arztanteil und 7% – 15% für die Praxiskostenabgeltung sind zu ungenau für eine Abrechnung im Einzelfall. Sie eignen sich bestenfalls für die Äufnung des Ärztepools.

Im Einzelfall ist der Arztanteil, noch dazu bei mehreren Ärzten, ganz unterschiedlich, bei der PKA sowieso. Im individuellen Einzelfall ein Arzthonorar zu errechnen, hat sich als nicht praktikabel erwiesen. Deshalb wird empfohlen, keine auf einer Prozenthonorierung basierenden Verträge einzugehen.

Demzufolge läuft auch bei UV/IV/MV wie der unveränderte Monatslohn am öffentlichen Spital auch die Arzthonorierung beim Belegarzt unter Besitzstandwahrung weiter, d.h. über IAP bzw. TARMED + PKA bzw. SSO-Tarif.

Beglichen wird das Arzthonorar nicht mehr von UV/IV/MV, sondern vom Spital. Wieweit damit die Verantwortung für die Ergebnisqualität, beispielsweise auf Grund der Vergütung des Materials, von UV/IV/MV ans Spital übergeht, ist noch nicht geklärt.

Bei Vertragsverhandlungen lässt sich spitalseitig bei Besitzstandwahrung im Monatslohn jedenfalls auch von einer Besitzstandwahrung im Honorar der Belegärzte ausgehen.